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dieser Seite:
Allgemeines zu Bonsai
Standort
gießen
düngen
bemoosen
schneiden
drahten
umtopfen
Pflanzen auf Stein
Erdmischung
Outdoor
Indoor
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Außer
einigen Kontrollblicken im Winter, beginnt mein
Outdoor-Bonsai-Jahr
im März, wenn keine längeranhaltenden Fröste mehr
zu erwarten sind.
Die ersten Bäumchen lassen ihre Knospen quellen -
Zeit also, die Bonsai aus dem Winterquartier an ihren
Sommerstandort zu bringen.
Standortmeiner Bonsai ist im Halbschatten hoher Sträucher und
Bäume,
oder sonnig, je nach Art und Bedürfnis.
auf in Augenhöhe angebrachten Bohlen.
( wie auf den Bildern zu erkennen )
Das bedeutet gleichzeitig Schutz
gegen
Ungeziefer ( z.B. Schnecken
oder Ameisen )
und einen guten Blickwinkel
auf die Bonsai.
So stehen sie nicht in praller
Sonne,
bekommen aber reichlich Licht.
Allgemeine Regeln können für den
Standort nicht gelten.
In Bezug auf Lichtverhältnisse,
hat jede Pflanze ihre eigenen Wünsche.
In Pflanzenbeschreibungen sollte
man sich nach den Lichtbedürfnissen der jeweiligen
Pflanze informieren.
Beispiel:
Hat man sich für eine Roßkastanie als Bonsai entschieden,
sollte man sie so
geschickt aufstellen, dass sie vormittags und nachmittags
in voller Sonne steht, in den Mittagsstunden aber Schatten
hat.
( zB. im Schatten eines Baumes )
Lichtverhältnisse sind sehr entscheidend für
die Entwicklung der Pflanze.
Je dunkler eine Pflanze steht, desto
größer werden die Blätter
und Neutriebe wachsen entsprechend
länger.
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Die ersten Arbeiten nach der Winterruhe sind das Reinigen
der Schalen,
die Kontrolle auf Schädlinge
und ob vielleicht das erste Mal gegossen werden muß.
Von März - April ist auch die Zeit zum Umtopfen.
Ich topfe meine Bonsai, je nach Alter, alle 3 - 5 Jahre um.
Da ich mir keinesfalls merken kann, wann ich welche Bäumchen
umgetopft habe, stecke ich kleine Plastestreifen mit Jahreszahl
in die Schale.
Frisch getopfte Bonsai werden 6 - 8 Wochen nicht gedüngt.
Nach und nach stellt sich aber die wichtigste Pflegemaßnahme
ein:
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DasGießender Bonsai : ( für "Zimmerbonsai"
ganz unten beschrieben )
Mit steigenden Temperaturen und höhersteigender Sonne,
wird das Gießen zur täglichen Pflicht.
( was sich natürlich nach der Witterung richtet )
Meine Bonsai gieße ich mit einer, an den Gartenschlauch angebrachten,
feinen Brause,
mit einem sehr weichen Strahl.
Dabei überbrause ich die Schalen mehrmals leicht, bis die Erde genügend Wasser aufgesaugt hat.
Ich verwende Wasser aus eigenem Brunnen, welches glücklicherweise sehr weiches Wasser ist ( 3° dh
).
Entkalken ist weiter unten beschrieben.
Wer wenige Bonsai besitzt, kann aber Regenwasser,
( ist in Industriegebieten aber nicht zu empfehlen
)
oder abgestandenes Leitungs-Wasser
verwenden !
Bei trübem Wetter überbrause ich die gesamten Pflanzen.
Bei starker Sonnenstrahlung werden nur die Schalen überbraust,
so daß die Blätter möglichst trocken bleiben.
! Es würde sonst häßliche
Brandflecken auf den Blättern geben,
da die Wassertropfen wie ein Brennglas wirken.
Die günstigste Zeit zum Gießen ist kurz nach Sonnenuntergang.
Will man den Gieß-Rhythmus herausfinden,
sollte man das Substrat in der Schale täglich kontrollieren.
Anhand der Farbe des Substrats erkennt man schnell wann gegossen werden muß.
So kann man den Gießrhythmus jeder einzelnen Pflanze herausfinden.
Der kann nämlich je nach Substrat oder Größe der
Schale von Baum zu Baum unterschiedlich
sein.
Das Gießen richtet sich aber auch nach dem Feuchtigkeitsbedürfnis
jeder einzelnen Pflanze.
Man darf nie zuviel gießen, da ständig nasse Erdballen
leicht zu Wurzelfäulnis und Schimmel
führen !
Die Erde in den Schalen soll bis zum nächsten Gießen
an der Oberfläche leicht angetrocknet
sein.
!
Einige Pflanzenhändler empfehlen das tägliche Tauchen
oder das Gießen von unten, was ich aber als falsch ansehe.
Die Erde verschlämmt so zu einem wasser- und luftundurchlässigen
Klumpen " Etwas".
Ein großes Problem stellt sich immer wieder,
will man in den Urlaub fahren:
Die beste Lösung, man hat einen zuverlässigen Bekannten
oder Nachbarn, den man das Gießenn, nach genauer Einweisung,
überträgt.
Eine andere Variante, die ich mal bei Zimmerpflanzen angewendet habe,
Man stellt neben die Bonsaischale ein Glas Wasser, legt über den Rand des Glases einen Bindfaden.
Das eine Ende taucht in das Wasser, das andere Ende wird etwas
in die Bonsai-Erde eingegraben, so daß es guten Kontakt mit
der Erde hat.
Durch Kapillarwirkung sickert das Wasser langsam über den Faden
in die Erde.
Die Höhe des Wasserstandes und die Stärke des Fadens sollte
man
lange vor dem Urlaub mal ausprobieren.
Wasser entkalken:
Wer
zu kalkhaltiges Wasser zur Verfügung hat, oder
kalkempfindliche
Pflanzen
pflegt , sollte das Gießwasser entkalken.
Eine
Methode:
- Kaufen sie sich einen Beutel Torf,
- tun eine Handvoll Torf in ein Leinensäckchen,
( ein alter Socken, ohne Löcher, tut es auch )
- hängen es einen Tag in 5 Liter Wasser.
- fertig !
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DasDüngen
meiner Bonsai verbinde ich mit dem Gießen,
da ich handelsüblichen, flüssigen Bonsaidünger
verwende.
( Ich überbrause die Bonsaischalen, wie bei mir üblich
mit Wasser,
um erst einmal die Erde anzufeuchten,
nach ca einer Stunde gieße ich mit dem angesetzten Flüssigdünger
auf die feuchte Erde )
Gedüngt
wird in den auf der Packung angegebenen
Mengen.
Die Zeit bis zum nächsten Düngen richtet sich nach
Art des verwendeten Düngers.
Ältere Bonsai werden etwas weniger gedüngt, da kein starkes
Wachstum mehr nötig ist.
Laubbäume werden von Mai bis August gedüngt,
Nadelgehölze düngt man bis September, da sie bis in den
Winter
hinein Nährstoffe brauchen.
Niemals auf trockenem Boden düngen, da sonst die Wurzeln
geschädigt werden.
Die Erde erst wässern und danach düngen.
Im Winter wird nicht gedüngt.
Frisch umgetopfte Bäumchen werden für 5 -6 Wochen nicht
gedüngt,
da in der frischen Erde genügend Nährstoffe vorhanden
sind.
Blühende Bonsai werden während der Blüte nicht gedüngt.
Bonsai-Dünger gibt es in vielen Formen:
Organischen und mineralischen Dünger,
als flüssigen Dünger, oder in fester Form als Stäbchen,
Kugeln usw.
Jeder sollte selbst ausprobieren, was für seine Bonsai am
geeignetsten ist.
Bonsai können Dünger nur in Form von Nährsalzen aufnehmen.
So wird mineralischer Dünger sofort von der Pflanze
aufgenommen.
Organischer
Dünger, zB. Düngekugeln, müssen erst von den
Bodenorganismen aufgeschlossen werden.
So wirkt dieser mit zeitlicher Verzögerung als Langzeitdünger.
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Da ich es liebe, wenn meine Bonsai-Schalen schön bemoost sind,
( natürlich die Erde in den Schalen)
habe ich folgende Methode:
Ich habe immer einen gewissen Vorrat an getrocknetem Moos.
Dazu sammle ich, egal zu welcher Jahreszeit, mein Lieblingsmoos.
Dieses lege ich locker ausgebreitet in einen flachen Karton,
den ich unter einem Dachvorbau in die Sonne stelle,
so daß kein Regen herankommt.
Das Trocknen kann schon mal ein paar Monate dauern.
Wichtig ist : Das Moos muß staubtrocken sein.
Danach wird das Moos möglichst klein, fast staubförmig,
zerrieben.
Will ich eine Schale bemoosen, streue ich das trockene Moos
ganz dünn und gleichmäßig auf die frische Bonsaierde.
Die Erde wird sozusagen mit dem Moos beimpft
( wie beim Säen, nicht beschichtet )
Das Moos dann vorsichtig mittels einer Pflanzen-Sprühflasche
mit Wasser
befeuchten, vorsichtig und mit Geduld, da das Moos ja zuerst noch
staubtrocken ist und schnell vom
Wasser weggespühlt werden kann.
Ich treibe das dann aber sogar soweit, bis die Erde
klatschnass ist,
so bekommt das Moos guten Kontakt zur Erde.
Besonders gut geht dieses Bemoosen auf frisch eingetopften
Schalen,
also auf frischer, lockerer Erde.
Die so behandelten Schalen bilden innerhalb weniger Wochen einen
schönen Moosteppich.
In dieser Zeit muß aber sehr vorsichtig
gegossen werden (besprühen),
um die Moos-Brut nicht wegzuschwemmen.
Wer sich aber zum Pflanzsubstrat "Akadama" überreden ließ,
wird beim Bemoosen auf purem Akadama
kaum Erfolg haben.
Auch auf diesen "Erdelosen" Substrat-Mischungen, die von vielen
Bonsai-Züchtern und -Händlern angepriesen werden,
funktioniert das Bemoosen nur eingeschränkt.
( Dies fällt aber unter die Kategorie Erd-Mischungen )
Welches Moos genommen
wird, richtet sich nach individuellem Geschmack.
Es kann jede Art Moos verwendet werden. ( außer Sternlebermoos
! )
Zum Beispiel jenes, welches der Gärtner im Rasen garnicht mag.
Feineres, ganz
kurzes Moos, eignet sich besonders,
da die Schalen mit kurzem Moos noch hübscher aussehen.
Dieses Moos findet man in Kiefernwäldern, in denen grasfreie
Stellen sind,
manchmal auch auf alten Steinen oder Beton.
Und
so kann es nach 4 Wochen aussehen:
Birke,
Betula verrucosa
8 Jahre,
26 cm
Vorteil der Bemoosung:
* Die Erde in den Schalen
trocknet nicht so
schnell aus -
* Erde spühlt beim Gießen
nicht weg -
* Und, da Moos nach neuesten
Erkenntnissen
schädlingsabwehrende
- und
immunsystemstärkende
Substanzen enthält,
schützt es
auch die Bonsai vor Schädlingen.
Abraten
möchte ich noch von der Methode - frisches Moos einfach aufzulegen !
Dies hat mehrere Nachteile:
* Schädlinge und Pilze können eingeschleppt werden,
die durch das Trocknen
weitgehend unschädlich gemacht, oder vertrieben werden.
* Lücken, die duch das Auflegen bleiben, wachsen sehr langsam
zu.
* Aufgelegtes Moos wächst sehr schlecht an.
Sollte das
Moos auf den Schalen nach einiger Zeit,
meißt im Frühjahr nach der Überwinterung,
unansehnlich werden, kann das Moos abgesammelt werden.
Es wird ein wenig frische Erde aufgestreut und neu bemoost.
Noch ein kleiner
Tip:
Wer nicht unbedingt
Moos suchen und trocknen möchte,
findet
bei Reptilica.de sogar fertig getrocknetes Moos.
Einfach
auf meiner Startseite auf das Banner "Reptilica.de" klicken.
unter
> Terraristik > Bodengrund kann man getrocknetes Moos günstig kaufen.
Noch ein paar wichtige Bemerkungen zumMoos :
Moose bewohnen die Erde seit 350 Millionen Jahren.
Es gibt ca 14000 Arten.
Moose haben die lebenswiedrigsten Lebensräume erobert,
so wachsen Moose auf Steinen, auf Bäumen, in sehr trockenen
und sehr
feuchten , in kalten und warmen Gebieten, und überall setzen
sie sich
gegen Schädlinge, Schadstoffe und Wetterunbilden durch.
Nur durch die enorme Anpassungsfähigkeit ist dieses lange Überleben
möglich.
Und noch eine Besonderheit :
Alle Moose bilden Abwehrstoffe gegen verschiedene Bakterien
und Mikropilze (z.B. Mehltau).
Moose bilden biochemische Substanzen gegen Fressfeinde
(Schnecken) und zur Stärkung des eigenen Immunsystems.
Diese Eigenschaften können wir uns aber auch für den
Schutz
unserer Pflanzen zunutze machen, in dem man eine
Spritzbrühe herstellt :
Je nach benötigter Menge wählt
man ein Gefäß aus.
Moos zerzupfen, zu 1/4 in das Gefäß füllen, mit
kaltem Wasser
zu 3/4 auffüllen,
umrühren, 24 Stunden abgedeckt stehen lassen.
Durch ein Tuch gießen, in eine Blumenspritze füllen und
die Pflanzen
besprühen.
Kranke Pflanzen soll man alle 3 Tage besprühen.
Als Vorbeugung reicht es, die Pflanzen alle 3 Wochen zu besprühen.
! Wendet man aber diese Spritzbrühe
erst dann an, wenn die Pflanze
schon stark mit Pilzen befallen ist, wird die Kraft dieser
Moosbrühe wohl nicht mehr ausreichen.
Und
noch etwas:
Diese Brühe aus Moos über Gemüsepflanzen gegossen,
schützt vor Schneckenfraß.
Es eignet sich jede Art Moos, da alle diese Eigenschaften besitzen.
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Das Schneiden der Bonsai gehört zu den wichtigsten
Arbeiten.
Es dient der Formgebung, aber auch der Formerhaltung .
Tausend Blätter überwölben
Stamm und Äste,
aber das Leere zwischen ihnen bewirkt
des Baumes Wesen.
Ein Bonsai soll "durchsichtig" sein, soll Durchblicke
auf Aststrukturen und Hintergrund erlauben, besonders den
Blick auf den Verlauf des Stammes, wenn auch ab und zu
unterbrochen.
Um zum Beispiel einen Rohling in Form zu bringen, entfernt
man
ganze Äste oder einzelne Astpartien, oder kürzt
Äste auf das
gewünschte Maß.
Um einen klaren, natürlichen Bonsai zu bekommen, gibt es einige
Grundregeln:
* Von Ästen, die sich genau gegenüber stehen, entfernt
man einen,
so daß Äste wechselseitig angeordnet sind.
* Äste, die sich kreuzen,oder ins Kroneninnere wachsen,
müssen entfernt werden.
* Zu dünne Äste, die aus dem Stamm wachsen, müssen
ebenfalls
entfernt werden.
( es sei denn, man benötigt gerade an dieser Stelle einen neuen
Ast )
* Astquirle müssen auf zwei Äste reduziert werden, aber
so,
daß sie nicht genau gegenüberstehen.
* Schnittstellen sind Angriffsflächen für Bakterien, Pilze
und Insekten
und müssen daher mit einem Wundverschluß-Mittel
behandelt werden.
* Die richtige Zeit für den Astschnitt ist in der Ruhezeit
der Pflanzen,
also im Winter, bei frostfreiem Wetter, oder im zeitigem Frühjahr,
bis Ende März.
Feine, filigrane Äste können das ganze Jahr geschnitten
werden.
* Bevor ein größerer Ast entfernt wird, prüft man
durch Abdecken
mit der Hand oder einem Blatt Papier, wie sich der fehlende Ast
auf die Gestalt des Bonsai auswirkt.
Man beachte auch, daß ein Bonsai von der Seite, in Aubenhöhe betrachtet wird.
Äste, die ganz entfernt
werden sollen,
werden direkt am Stamm, am
besten
mit einem leicht aushöhlenden
Schnitt
( Konkavzange ) abgeschnitten.
Starke Triebe werden schräg,
unmittelbar über einer
Knospe abgeschnitten.
Schwache, zarte Triebe werden rechtwinklig
zur Wuchsrichtung abgeschnitten.
Dazu noch einige pflanzlicheWachstumsgesetze :
*Wird
eine Gipfelknospe entfernt, treibt die am höchsten gelegene
nächste Seitenknospe aus und übernimmt die Führung.
* An einer Pflanze treiben zuerst und am stärksten die Gipfelknospen,
vor allem diejenigen im oberen, gut belichteten Teil der Pflanze.
* Ein Trieb wächst zuerst in die Richtung, in welche die Knospe
zeigt,
( also die Knospe, die beim Schneiden als letzte stehen bleibt )
* Ist ein Trieb oder Ast mit der Spitze nach unten gebogen,
treiben zuerst die auf dem Bogen am höchsten gelegenen Seitenknospen.
* Im oberen Teil der Krone ist weiter und kosequenter zurückzuschneiden,
da sonst der untere Teil verkümmert.
Um den Bonsai
in Form zu halten,
werden ab Beginn des Neutriebes im Frühjahr immer wieder
heranwachsende Neutriebe eingekürzt.
Die neuen Triebe
bis auf 6 - 8 Blätter wachsen lassen und dann
auf 1 - 2 Blätter kürzen.
Wieviel man kürzt, hängt davon ab, wie schnell der Bonsai
an Größe zunehmen soll.
Kürzt man mehr und öfter, wird die Krone voller und gedrungener,
kürzt man zu wenig, wird der Baum vielleicht zu kahl und unansehnlich
Aus den belassenen Blattachseln werden wieder neue Triebe sprießen.
( Steht das letzte Blatt zum Beispiel nach außen, so wird
der
neue Trieb ebenfalls nach außen wachsen, so kann man die Wuchsrichtung
der Triebe, und somit die Form des Bonsai durch
richtigen Schnitt beeinflussen).
Bei Nadelgehölzen
werden nur im Frühjahr die Triebkerzen gekürzt
(entspitzt)
und zwar bevor die Nadeln erscheinen.
Kürzt man Triebkerzen auf ein Drittel, wird das Längenwachstum
gemindert, und eine Verzweigung wird angeregt.
( die Verzweigung tritt im selben Jahr, nach wenigen Wochen ein
)
Bei Kiefern z.B. bilden sich meist Anfang Juli wieder neue Triebkerzen
aus den im Frühjahr gekürzten Triebkerzen,
diese können wiederum gekürzt werden.
Triebkerzen, die man nicht, oder weniger kürzt, bilden
dementsprechend
lange Zweige und Äste.
Kürzt man die Triebkerzen vollständig, verhindert man
das
Längenwachstum, und regt den Rücktrieb in Stammnähe
an,
so daß sich Äste gut verzweigen.
Gekürzt wird mit Fingern, wobei die Fingernägel als Zange
wirken,
oder mit kleiner Schere.
Schneidet man bei Kiefern die Vorjahrestriebe zurück, bilden
sich um die
Schnittstelle herum viele neue Knospen, aus denen wieder neue Triebe
werden.
Scheidet man bei Nadelgehölzen weiter ins ältere Holz,
tritt gewöhnlich
keine
Knospenbildung ein, der Zweig treibt also nicht mehr aus.
Bei Zypressengewächsen
schneidet man die Neutriebe nicht , sondern zupft
sie mit den Fingern in Form.
So kann man die Triebe in eine natürliche Form bringen.
Schneidet man Neutriebe von Zypressen, bekommen sie unansehnliche,
braune Spitzen.
Blattschnitt:
ist auch eine Möglichkeit der Gestaltung.
Soll ein Bonsai harmonisch aussehen, muß die Blattgröße
zur Baumgröße passen.
Hier gibt es die Möglichkeit, die Blätter zu schneiden.
Von Ende Mai bis Ende Juni, wenn die ersten Blätter ausgereift
sind,
werden diese abgeschnitten.
Entweder man schneidet alle Blätter, oder nur
einen Teil,
das heißt die größeren Blätter.
Nach etwa 4 Wochen sind neue Blätter nachgewachsen,
diese sind kleiner und zahlreicher.
Bei Gehölzen mit langen Blattstielen läßt man die
Stiele stehen und
schneidet nur die Blätter ab.
Blätter ohne Stiel schneidet man direkt am Zweig ab.
Vor und nach dem Blattschnitt sollte nicht gedüngt und
weniger gegossen
werden.
Den Baum etwas schattiger aufstellen.
Ein Blattschnitt ist eine enorme Belastung für den Baum,
er sollte nicht jedes Jahr,
und nur an kräftigen, gesunden Bäumen vorgenommen werden.
Bei blühenden, oder früchtetragenden Bäumen sollte
man kein
Blattschnitt vornehmen.
Bei jungen Bonsai, die nicht unbedingt zur Präsentation gebracht
werden, sollte man auf den Blattschnitt verzichten.
Haben Kiefern
zu lange Nadeln, können diese mit einer sehr scharfen
Schere auf das gewünschte Maß eingekürzt werden.
Das Schneiden der Nadeln wird von Bonsaigärtnern nicht empfohlen
und ist auch nicht als Dauergestaltung geeignet.
Man sollte die Nadeln auf andere Weise kurzhalten.
Z.B.: magere Erde, kleine Schalen, heller Standort des Bonsai usw.
Bei älteren Bonsai, die sich in die Enge der Bonsaischale
"eingelebt" haben,
entwickelt sich mit der Zeit ein gewissen Gleichgewicht zwischen
Wurzelballen, Krone und Blattgröße / Nadellänge.
Lingnan-Methode :
Eine besondere Gestaltungs-Methode, die ausschließlich
darin besteht, zu schneiden und dann wieder wachsen zu lassen.
Die Pflanze wird, nachdem der Stamm relativ kräftig ist,
oberhalb einer Knospe geschnitten, die in die gewüschte neue
Wachstumsrichtung zeigt.
Den daraus entstehenden Trieb läßt man so lange wachsen,
bis er die gewünschte Stärke erreicht hat, erst dann wird
er weit
zurückgeschnitten, und zwar oberhalb einer Knospe, welche die
nun
wieder veränderte Wuchsrichtung angibt.
So fährt man fort und baut ein knorriges, wiederholt abgewinkeltes
Gerüst auf.
Die Bäumchen gewinnen ein interessantes, urwüchsiges Aussehen.
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- unerläßlich, um Äste und Stamm eines Bonsai in Form zu bringen.
Man umwickelt einen Ast mit Draht, um ihn anschließend
in die gewünschte Form zu bringen.
Alle Stämme, Äste und Zweige lassen sich drahten,
solange sie noch biegsam, aber bereits etwas verholzt sind.
Der Draht wird in Windungen von
45°
locker um den Ast gewickelt.
Verwendet wird Kupferdraht,
verkupferter Aluminiumdraht,
oder Aluminiumdraht.
Die Drahtstärke sollte ca 1/3
des
zu umwickelnden Astes sein.
Genügt ein Draht nicht, kann
ein zweiter parallel gewickelt werden.
Das zeitige Frühjahr ist günstige Zeit zum Drahten.
Locker wird gewickelt, da mit eintretendem Saftfluß
die Äste schnell an Stärke zunehmen.
Gewickelt wird immer vom dicken zum dünnen Ende,
aber vorsichtig, damit weder Knospen noch Blätter verletzt
werden.
Bei Nadelgehölzen keine Nadeln mit einwickeln.
Der Draht bleibt ca 3- 4 Wochen an Laubgehölzen,
etwas länger (bis 6 Wochen) an Nadelgehölzen.
Es wird in dieser Zeit darauf geachtet, daß sich der Draht
nicht eindrückt oder gar einwächst, eventuell wird
entdrahtet und neu gewickelt.
Draht, der sich in die Rinde eindrückt, hinterläßt
über Jahre
hinaus, unschöne Druckstellen und Narben.
Beim Entdrahten wird der Draht mit einer Drahtzange
abgezwickt, beim Abwickeln könnten leicht Äste abbrechen.
Bonsaidraht erhält man im Fachhandel.
Ich selbst verwende abisolierten Kupferdraht aus Elektrokabeln.
Weitere Möglichkeiten
sind waagerechtbinden
oder auseinanderspreizen
von Ästen und Zweigen.
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ist nicht minder wichtig, aber relativ einfach.
Laubbäume topft man März bis Ende April um,
Nadelbäume September bis Oktober.
( Ich habe auch oft -mit Erfolg-
meine Bonsais Ende Juli bis Anfang August umgetopft )
Je nach Alter der Bäume wird alle 2 - 4 Jahre umgetopft.
Ältere Bäume topft man nicht mehr so oft um, da das Wachstum,
und damit auch das Wurzelwachstum nicht mehr so stark ist.
Bei jungen Bonsai, die im stärkeren
Wachstum sind,
verwendet man bei jedem Umtopfen,
eine etwas größere Schale.
Bei älteren, nicht mehr
stark wachsenden Bonsai, lockert man
den Wurzelballen, kürzt
die Wurzeln und pflanzt wieder in
die gleiche Schale.
Beim Rückschnitt im Wurzelbereich
werden gezielt die starken
Wurzeln gekürzt, dies
regt den Austrieb von lebenswichtigen
Faserwurzeln an.
Schneidet man stärkere Wurzeln, noch ein
Tip:
Die frische Schnittstelle taucht
man in Holzkohlepulver,
oder bestreut die Schnittstelle mit
Holzkohlepulver.
Das verhindert eine Infektion oder
den Pilzbefall an der Schnittstelle.
Holzkohlepulver kann man sich leicht selber herstellen,
indem man ein Stück Grillkohle
zu Pulver zerdrückt oder zerreibt.
Verwendet man gebrauchte Schalen, müssen
sie innen und außen gut gesäubert werden.
Man verwendet nur klares, handwarmes
Wasser und eine harte Bürste.
In gebrauchten Schalen bleiben oft
Schädlinge und Pilze erhalten, die bei neuer
Bepflanzung wieder aktiviert werden.
Vorgehensweise : Die Pflanze
muß im Wurzelballen etwas abgetrocknet sein.
Man nimmt den Bonsai aus der Schale (Topf), lockert den Ballen etwas
auf,
entfernt abgestorbene Wurzelteile, schneidet die langen Saugwurzeln
ab,
bis ein kompakter Wurzelballen bleibt.
( es können bis
zu zwei Dittel Wurzelmasse entfernt werden )
Dann bereitet man die
Schale vor :
Die Abzugslöcher
bedeckt man mit Bonsainetzen.
Dies ist sehr wichtig,
da sonst durch Ausspühlen
der Erde, unter dem
Wurzelballen ein Hohlraum
entstehen kann.
( ich verwende
in Stücke geschnittene
Fliegengaze,
man kann zur
Not
auch ein Stück feiner
Dederon-Gardiene
verwenden).
Darüber füllt man eine Drainage aus grobem Sand je nach
Größe der Schale,
von 5 - 30 mm Höhe auf.
( ich verwende als Drainage SERAMIS - Tongranulat )
Nun füllt man etwas Bonsaierde in die Schale, um den Bonsai
plazieren zu können.
Jetzt muß die richtige Position des Bonsai in der Schale gefunden
werden.
Nun wird mit Bonsaierde aufgefüllt.
Das Gefäß mehrmals leicht aufstoßen,
damit sich die Erde gut um den Wurzelballen legt.
Zu guterletzt wird gut angegossen.
Wer möchte, kann nun gleich anschließend meine Methode des Bemoosens anwenden.
Ist der Baum Kopflastig, oder hat
einen unsicheren Stand, kann er mit
Draht
durch die Abzugslöcher befestigt
werde..
Düngung ist
nun fur längere Zeit unnötig, da genügend Nährstoffe
in der frischen Erde vorhanden sind.
Frisch getopfte Bonsai dürfen erst gedüngt werden,
wenn sich genügend neue Wurzeln gebildet haben
Pflanzen
auf Stein:
Sehr dekorativ ist ein Bonsai auf einem Naturstein.
Dazu knetet
man einen dicken Brei aus Lehm
( etwas
Torf, Moos oder Kokohum untermischen )
Eine Wulst aus dem Brei wird auf den Stein aufgelegt,
so daß ein Rand entsteht.
In die so entstandene Mulde wird der Bonsai gepflanzt.
Diese Pflanzung muß in der ersten Zeit sehr vorsichtig
gegossen werden, am Besten durch besprühen.
Wegen der besseren Optik
wird auf die Lehmwulst Bonsaierde
aufgestreut und angedrückt.
Anschließend kann noch etwas
nachmodelliert werden,
um einen harmonischen Übergang
zu schaffen.
Wer professioneller
arbeiten möchte,
kann an Stelle von Lehm
auch KETO verwenden.
KETO ist eine sehr klebrige
Mischung aus Torf und Lehm aus Japan.
Es eignet sich noch
besser, da KETO nicht so leicht vom Wasser weggespühlt wird.
Anschließend kann nach meiner Methode bemoost
werden.
Im Pflanzenhandel erhält man fertige Bonsai-Erde.
Diese ist für Anfänger mit 1-2 Bonsai völlig ausreichend
!
Angeboten, und von vielen Bonsaifreunden verwendet, wird
AKADAMA
( Lehmgranulat aus Japan)
Dieses Substrat (pur oder in Mischung )
behält sehr lange seine Struktur, ist aber nicht billig.
Ich verwende überwiegend einheimische Substanzen
für meine Erdmischungen.
Jeder
erfahrene Bonsaisammler hat sein eigenes Rezept,
dennoch möchte ich für unerfahrene " Beginner " beschreiben,
wie man sich eine Erdmischung selbst herstellen kann.
Eine Universalmischung, die für alle Bonsai geeignet
ist,
mischt man aus :
1 Teil Torf oder Anzuchterde
1 Teil Lehm ( oder Akadama )
1 Teil Sand*
Zum Schutz der Torfmoore
nehme ich an Stelle von Torf, guten selbst
hergestellten,
gesiebten Kompost.
Als Torf-Alternative kann auch gut dieses Pflanzsubstrat
aus
Kokosfaser KOKOHUM auch TERRARIENHUMOS
verwendet werden.
KOKOHUM hat sehr gute, auflockernde Eigenschaften.
*Als Sand eignet sich am besten grober Flußsand,
Wasserkies oder normaler gesiebter Kies.( Maurerkies )
keinen feinen Sand verwenden !
Gute Erfahrung habe ich auch
schon mit groberem
Pool-Filter-Kies gemacht.
Teilweise mische ich an Stelle
von Sand auch
Bimskies oder Lavagranulat dazu.
Durch die porige Struktur erhalte ich ein besonders gutes
Substrat.
Die Erd-Mischung soll am Ende wasserdurchlässig,
aber wasserspeichernd und luftdurchlässig sein.
Diese Universalmischung kann man den Bedürfnissen der
verschiedenen Baumarten anpassen :
* Bei Laubgehölzen und Jungpflanzen gibt man mehr
Humos hinzu.
* Bei Nadelgehölzen und älteren Pflanzen,
die kein
Größenwachstum mehr bringen müssen, gibt man mehr Sand und Lehm hinzu.
* Für Moorbeetpflanzen, wie Rhododendren und Azaleen,
ist die
Zugabe von halbverrottenden Fichtennadeln günstig, da sie im
Laufe der
Zeit eine etwas saure Erde erzeugen.
Natürlich kann man auch Rhododendron-Erde verwenden,
sollte dann aber etwas Kies, Bims oder Lava untermischen.
Meine neueste Standart-Mischung:
2 Teile guten Kompost
2 Teile "Fibotherm" ( Blähton-Trockenschüttung Körnung
2-4mm )
1 Teil Lehm ( getrocknet und fein zerstoßen )
Bonsai - bedeutet im Japanischen: "Baum in der Schale"
Die Anfänge der Bonsai - Kunst
liegen in China ( ca 500 n. Christi ).
Erst viel später ( 14. Jahrh. ) entwickelte sich die Kunst
in Japan.
Die Unterteilung in "Indoor" und "Outdoor" ist wohl eine europäische
Erfindung.
Da nun in Deutschland alles "verenglischt" wird, könnte es
auch eine
deutsche Erfindung sein.
( "Indoor" und "Outdoor" stammt aus dem Englischen )
Bonsai, die aus den subtropischen Gebieten China´s , oder
andern
subtropischen Gebieten stammen,
können bei uns eben nur in frostfreien Räumen überwintert
werden.
In ihrer Heimat China stehen die Bonsai natürlich
das ganze Jahr im Freien, genau wie unsere einheimischen Bäume.
Japanische Bonsai stehen in ihrer Heimat ebenfalls das ganze Jahr
im Freien, werden bei uns auch ganzjährig im Freien gehalten.
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Zu den Outdoor zählen alle bei uns,
das ganze Jahr,
im Freien gehaltenen Pflanzen.
Outdoor sind alle Einheimischen Bäume und Sträucher.
Außerdem zählen alle bei uns gehaltenen Pflanzen dazu,
die aus Klimazonen kommen, die unserer Klimazone ähneln.
So sind zB. Japan-Bonsai bei uns Outdoor !
! ( "Japan - Bonsai" sagt aber nichts über die Herkunft,
sondern über die Haltung im Freien aus )
Auf jeden Fall müssen Outdoor das ganze Jahr im Freien gehalten
werden.
Outdoor dürfen im Winter auf keinen Fall in
geheizten
Räumen untergebracht werden.
siehe: Überwinterung
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Angegeregt durch viele persönliche
Anfragen, und in Bonsai-Foren
gestellte Fragen, möchte ich einige Anmerkungen zu den
sogenannten " Zimmer-Bonsai " machen :
Falsch als "Indoor" bezeichnete
Bonsai
sind Pflanzen aus tropischen,
oder subtropischen Klimazonen,
die bei uns in Gewächshäusern
oder Wintergärten stehen müssen.
Als reine "Zimmerbonsai"
kann man nur solche bezeichnen,
die auch als normale Zimmerpflanzen
gehalten werden,
wie "Ficus"-Arten
oder zB. Dickblattgewächse wie
"Crassula" ( der bekannte "Affenbrotbaum"
usw. )
In vielen Pflanzengroßmärkten, ja sogar in Baumärkten,
findet man tausende Billigangebote mit der Bezeichnung " Bonsai ".
---- anscheinend ein lukratives Geschäft
----
Meine Seele schmerzt, wenn ich daran denke, wie diese Pflanzen
in den meisten Fällen elend zugrunde gehen.
Sehr oft werden die "Zimmer-Bonsai" zum Geschenk an
Unerfahrene, und dann beginnt der Frust, wenn nach wenigen
Wochen die Blätter gelb werden und der Baum die Blätter
schließlich abwirft.
( eine Schutzreaktion des Baumes gegen Austrocknung )
Sehr oft angeboten werden z B.:
Chinesische Ulme ( Ulmus parvifolia ),
Fukien-Tee ( Ehretia microphylla ),
-"- ( alte Bezeichnung: Carmona microphylla
)
Kirschmyrte ( Syzygium paniculatum ),
Sagaretie ( Sagaretia thea ),
Baum der tausend Sterne ( Serissa foetida) usw.
Alles Pflanzen, die selbst von erfahrenen Bonsaizüchtern
als " heikel " bezeichnet werden
Diese Bonsai werden aber immer öfter als "Zimmerbonsai"
angeboten.
Bestenfalls ist es Unwissenheit.
Ich gehe aber soweit, daß ich behaupte,
es grenzt an Betrug,
es ist reine Geldmacherei wenn solche Bäumchen
als Zimmerbonsai angeboten werden,
obwohl diese aber im Zimmer kaum eine
Überlebenschange haben.
Viel zu oft sind die anhängenden
Pflegehinweise falsch, oder
völlig unzureichend.
zB.: bei Zimmertemperatur
18 - 20°C , oder gar
18 - 25°C .
Für die Sommermonate ist das zutreffend, aber verschwiegen
wird,
die notwendige
kühle Überwinterung,
( bei einigen Arten 5
- 12 °C. )
Oft fehlt auch der Arten-Name, wie soll da ein Laie wissen,
wie er den Baum zu pflegen hat ?
Diese subtropischen oder gar tropischen Pflanzen
kommen als Direktimport aus ihrer Heimat,
oder aus Groß-Gärtnereien, wo sie unter optimalen Bedingungen
,
im Gewächshaus, zu tausenden, möglichst schnell
als Massenware herangezogen werden.
Wer kann diesen Pflanzen,
in trockener Zimmerluft,
- oft über einem Heizkörper - auf der Fensterbank,
optimale Bedingungen geben ?
Noch eine interessante Anmerkung
eines Bonsai-Freundes
zu den sogenannten: "Baumarkt-Bonsai"
Obwohl jede Art ihre speziellen Ansprüche
stellt......
möchte ich ein paar allgemeingültige Tipps
geben :
Zimmer-Bonsai sollten
möglichst in einem geschlossenem Blumenfenster,
oder im Wintergarten ihren Platz
finden.
Stehen die Bonsai im Zimmer ( immer mit zu trockener
Luft ), sollte man
für etwas höhere Luftfeuchtigkeit
sorgen.
Bild-Beispiel ->
Man stellt die Bonsaischale auf eine größere
Schale,
die mit Tongranulat gefüllt
ist.
Das Tongranulat wird immer feucht
gehalten,
so bildet sich ein feuchtes Kleinklima
um den Baum.
In der lichtarmen Jahreszeit
sollten sie auf jeden Fall kühler stehen,
das ist von Art zu Art verschieden,
allgemein bei 5 - 12 °C.
( einige
Arten auch 15 - 20°C )
Nicht vergessen werden sollte, daß das
Gießen
im Sommer im 1 - oder 2
tägigem Rhythmus notwendig ist.
( für "Reisefreudige"
ist Bonsai-Pflege ohnehin nicht geeignet )
Einen generellen
Gieß-Rhythmus kann man aber nicht
festlegen.
Gegossen wird immer dann, wenn die Erde an der Oberfläche
leicht angetrocknet ist.
Dann wird reichlich gegossen, bis überschüssiges
Wasser
aus den Abzugslöchern im Boden fließt.
Ab Ende Mai bis September lieben die "Zimmerbonsai"
einen hellen Platz im
Freien.
Gedüngt wird dann nach
den Angaben auf der Düngerpackung.
Im Winter, bei kühler
Überwinterung, werfen einige Arten
ihre Blätter ab, dann benötigt
der Baum kaum Wasser.
Es wird dann nur ganz vorsichtig
gegossen,
so daß der Ballen immer
nur leicht feucht ist.
Gedüngt wird im Winter alle 6 Wochen mit
halber Dosis.
Haben die Bäume ihre Blätter
abgeworfen, wird auf keinen Fall gedüngt.
( der Baum kann den Dünger
dann nicht verwerten,
die Faserwurzeln
würden verbrennen )
Man sollte stets daran denken, daß
"Zimmer-Bonsai " KEINE "Zimmerpflanzen"
sind.
Sie wachsen in ihrer Heimat, wie unsere heimischen
Bäume, in freier Natur !!!
Die Haltung im Zimmer ist eine
schlechte "Notlösung".
Ich kenne zB. keinen Baum der in trockenen, dunklen
Höhlen wächst,
was ja unser Zimmer für den
Baum darstellt !
Wer sich ernsthaft mit Zimmer-Bonsai beschäftigen
möchte, sollte sich vor dem Kauf
auf jeden Fall über die Bedürfnisse
der einzelnen Arten informieren.
Diese Bonsai stellen weitaus höhere
Ansprüche
an die Pflege als gewöhnliche Zimmerpflanzen !
Für Pflegeansprüche einer speziellen
Art, schauen Sie sich im INTERNET um,
es gibt viele gute Seiten von
erfahrenen Indoor-Züchtern.
Der Bonsai-Fachhandel ist die einzige richtige Anlaufstelle
für den Kauf
eines Bonsai.
Nur hier finden
Sie eine kompetente Fachberatung und
häufig eine
große Auswahl an
Qualitäts-Bonsai
der verschiedensten Preiskategorien.
Hier noch eine interessante Seite zur Zimmerbonsai-Pflege:
mit Schnittanleitung !
http://www.bonsai.ch/bonsai/zibonsaiPflege.cfm#pflege
Gern beantworte ich auch weitere Fragen zum Thema Bonsai !
e-mail :webmaster@bonsai-fix.de
!! bitte eindeutigen "Betreff"
eintragen !!
!!!! e-mail´s ohne
eindeutigen "Betreff" lade ich nicht vom Server !!!!
Bei Fragen zum Thema Pflege, oder
Hilferufe bei Pflegefehlern,
teilen Sie
mir bitte den Art-Namen des Baumes mit !!
( manchmal kann auch ein gutes Bild helfen )
Ich kann nur helfen, wenn ich die Art kenne,
da jede Art ihre speziellen Anforderungen an Standort,
Temperatur, Licht, Substrat usw. stellt !
Sie können aber auch Ihre Fragen im
Forum stellen : Bonsai-Info-Net
Sie müssen sich dazu nicht unbedingt anmelden, sondern
können auch als Gast Ihre Fragen loswerden.